Battlefield 3 Beta im Test


Die Beta-Testversion von Electronic Art’s Shooter Battlefield 3 ist seit dem 29. September verfügbar. Rund 20,000 Spieler melden sich dafür pro Sekunde an, so EA über Facebook. Ob der Hype gerechtfertigt ist, haben wir für euch herausgefunden.

Was bietet die Beta?

Ihr spielt den Modus „Rush“ auf der Karte „Operation Métro“. Der Modus ist bereits aus Bad Company 2 bekannt: Ein Team versucht, Bomben an bestimmten Positionen zu legen, während das andere Team diese verteidigt. Das hat schon im Vorgänger Laune gemacht und funktioniert auch in Battlefield 3 sehr gut.

Die neue Karte macht ebenfalls einen guten Eindruck. Es gibt sehr viele Wechsel zwischen engen Räumen und entsprechend schnellen Gefechten und Kämpfen über lange Distanzen. Außerdem gibt es mehrere Wege zu den jeweiligen Bombenpositionen, was ein vernünftiges Teamspiel notwendig macht. Denn nur mit der richtigen Taktik kann man hier gewinnen.

Wenn man dann im Team richtig kooperiert wird man auch mit vielen Punkten belohnt. Dabei kommt ein teilweise überarbeitetes System zum Einsatz. So berechnet sich die Zahl der Kill Assist-Punkten aus dem Schaden, den ihr dem Gegner zugefügt habt, bevor er von einem Kameraden ausgeschaltet wird. Der „Surpressive Fire“-Assist hingegen belohnt euch quasi für’s vorbeischießen. Wenn ihr einen Gegner mit eurem Feuer in eine Ecke drückt und dann ein anderer den Feind umlegt, bekommt ihr ebenfalls Punkte. Das funktioniert sehr gut und ist eine tolle taktische Möglichkeit.

Klassensystem

Am besten Funktioniert das Unterdrückungsfeuer mit der Support-Klasse, denn diese ist mit einem Maschinengewehr und zusätzlichen Munitionsvorräten ausgestattet. Aber auch die anderen Klassen sind recht gut gelungen. Als Aufklärer, oder Recon, steht euch ein Scharfschützengewehr zur Verfügung. Pioniere kümmern sich um alles, was mit Fahrzeugen zu tun hat und Sturmsoldaten können ihre Kameraden heilen.

Waffen

Jede Klasse hat dabei eigene Waffen, die man jedoch individualisieren kann, indem man neue Waffen freischaltet. Die sehen cool aus und hören sich richtig gut an. Allerdings fällt der Rückstoß bisher noch etwas niedrig aus. Ein Waffengefühl wie bei Bad Company 2 stellt sich nicht wirklich ein. Aber vielleicht ändert sich das ja noch bis zur finalen Veröffentlichung. Trotzdem werden die Vor- und Nachteile der Waffengruppen ziemlich deutlich.

Technik

Grafisch macht das Spiel ebenfalls einen sehr guten Eindruck. Vor allem die Partikel- und Lichteffekte begeistern und bringen mit dem Sound zusammen eine packende Atmosphäre ins Spielgefühl. Die Texturen könnten derweil etwas schärfer sein, was aber wohl auch an der Leistung der PS3 liegt. Die PC-Version sieht in diesem Punkt deutlich besser aus.

Was sofort begeistert, sind die Animationen. Die Soldaten sind dauerhaft in Bewegung, kriechen am Boden, springen über Mauern – und alles mit vollem Körper-Einsatz. Das sieht nicht nur als Beobachter toll aus, sondern auch aus der Ego-Perspektive.
Interessant sind auch die Blend-Effekte. Wer zum Beispiel einen Laserpointer an seine Waffe baut, kann damit gezielt andere Spieler blenden. Wenn man aus der Pariser U-Bahn nach draußen kommt, müssen sich die Soldaten-Augen erst an das helle Licht gewöhnen.

Aber auch der Sound macht einen sehr guten Eindruck. Es ist zum Beispiel problemlos möglich, Gegner über die Waffen-Geräusche zu orten. Umgebungs-Geräusche sind ebenfalls verbaut. Im Vergleich zu Bad Company 2 hat sich am Ton aber nicht viel verbessert, wobei das auch recht schwer gewesen wäre, da der schon neue Maßstäbe gesetzt hat.

Fazit

Bereits die Beta zeigt: Mit Battlefield 3 kommt etwas großes auf uns zu. Die Grafik ist klasse, auch wenn die Texturen etwas schöner sein könnten. Der Sound ist sehr gut. Die Waffen fühlen sich relativ gut an, die Klassen sind gut ausbalanciert. Teamplay wird auf jede erdenkliche Art unterstützt. Die spielbare Karte ist logisch aufgebaut, wirkt gut durchdacht und bietet viele taktische Möglichkeiten. Battlefield 3 macht eigentlich alles richtig, nun bleibt nur abzuwarten, wie das Gesamtpaket ausfällt.

Wenn EA das Niveau der Beta hält, steht einem Hit aber nichts mehr im Weg.

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